“Fake News” sind nicht neu: Vor 80 Jahren sorgte ein angeblicher Radiobericht von einem “Krieg der Welten” in den USA für Aufregung – und löste damals eine große Debatte über Medienkompetenz aus. In Anlehnung an das Buch von 1898 wurde bereits 1938 ein Radiohörspiel von Orson Welles gesendet, in dem die Panik und Emotionen der Menschen sehr authentisch vermittelt wurden.
Steven Spielberg konnte das Original-Script des Autors (Howard Koch) des Hörspiels erwerben. Schon 1953 wurde ein Film unter dem Titel Kampf der Welten von Byron Haskin inszeniert, von dem Spielberg zentrale Passagen und Motive übernimmt, so dass Krieg der Welten neben der Literatur-Adaption auch als Neuverfilmung von Kampf der Welten bezeichnet werden kann.
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Und sie lebt weiter die Angst vor den Außerirdischen in unzähligen Büchern und Filmen. Auch die vermeintlichen oder vielleicht auch echten UFO-Sichtungen sind ein Beispiel für diesen modernen Archetyp, Science Fiction als zeitgemäßer Mythos, denn das Irrationale war ja immer ein wesentlicher Wesenszug des homo sapiens. Die Vernunft ist nicht allen Menschen gegeben, davon künden auch alle Kriege dieser Welt bis heute; und der Ukraine-Krieg reiht sich ein in eine Abfolge immer wiederkehrender archaischer Verhaltensmuster.
Mine und Edgar Wasser, Aliens, live in Berlin
Es stellt sich die Frage, ob die Menschheit so eine Zukunft und Perspektive hat; denn echte Lehren wurden nie aus der Geschichte gezogen, dann müsste unsere Welt heute anders organisiert sein und funktionieren. Wie Diplomatie funktionieren kann, war schon vor rund 400 Jahren bekannt. Der Westfälische Frieden von 1648 beendete einen dreißigjährigen Krieg hier in Deutschland und Zentral-Europa.
Dies war der schäbige Weltkrieg des Mittelalters, und ein deutsches Trauma bis zum heutigen Tage. Langwierige und komplizierte Diplomatie schuf damals Frieden, dies wäre auch heute sehr wünschenswert an vielen Orten dieser Erde.
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